Unser Selbstverständnis

Wer nun denkt, hier im hessischen Märchenland mit seiner unberührten Natur sei die Zeit stehen geblieben, der irrt. Denn die Menschen hinter den Kulissen könnten nicht zeitgemäßer handeln. Was in Großstädten wie Berlin, London und New York als „Farm to Table Konzept“ angepriesen und mit relativ viel Aufwand betrieben wird, ist in Hohenhaus Teil unseres Selbstverständnisses und vermeintlich simpel. Denn in Hohenhaus befindet sich ein Großteil der Produkte direkt vor der Tür. Hier wird weitestgehend ökologisch gekocht, gelebt und gewirtschaftet. Nachhaltig lokaler geht es fast nicht.

Und auch soziales Engagement und eine große Verantwortung für die Mitarbeiter kommem hier nicht zu kurz – das zeigen Auszeichnungen vom Bundesministerium für Familie „ERFOLGSFAKTOR FAMILIE“,  wie der Sonderpreis der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung für die vorbildliche Azubi-Arbeit und das soziale Engagement während der Ausbildung sowie der Sozialpreis 2018 des Werra-Meissner-Kreises für das besondere Engagement in Sachen Familienfreundlichkeit.

Darüber hinaus unterstützt die Küchenmannschaft des Hotel Schloss Hohenhaus Ihre Kollegen in den Kita´s von Netra und Röhrda mit Ihrem Know-how um täglich frisch und abwechslungsreich für 110 Kinder zu kochen.

Kreislaufwirtschaft

Im Zentrum unseres Handelns steht ein nachhaltiger und ressourcenschonender Umgang mit der Natur im Rahmen einer gesunden Kreislaufwirtschaft. Denn was anderswo Teil einer ausgefeilten Marketingkampagne ist, gehört auf Hohenhaus schon lange zum Selbstverständnis.

Eingebettet in eine beinahe 4 000 Hektar große Naturlandschaft, leben wir hier auf Hohenhaus zu 100 Prozent im Einklang mit der Natur und empfinden genau dies als Privileg. Egal, ob Gemüse, Obst, Getreide, Honig, Fisch oder Fleisch – wir kennen unsere Produzenten persönlich und wissen, worauf es bei der Produktion von guten Lebensmitteln ankommt: auf den Respekt vor der Natur und einen sorgsamen Umgang mit dem, was uns diese zur Verfügung stellt.

Wir ernten daher unsere Kräuter, Pilze, Obst, Nüsse und Beeren auf unserem eigenen Grundstück, stellen diverse Honigsorten selbst her, haben nur für unser Haus 3 Kartoffelsorten, Hafer und Weizen anpflanzen lassen, was die Basis für unser hausgebackenes Brot ist und vieles mehr.

Was immer wir selbst nicht herstellen können, beziehen wir zum Großteil von Produzenten aus der Region. Und damit meinen wir wirklich einen Radius von ca. 20 Kilometern rund um Hohenhaus.

Einzige Ausnahmen sind unsere Fische und Meeresfrüchte aus Concarneau, Tégunc in der Bretagne oder Skagen in Dänemark – alle handgeangelt, direkt vom Fischer, ohne Zwischenhändler und von höchster Qualität.

Denn darum geht es uns: um kompromisslos hohe Qualität. Und um Verantwortung gegenüber der Natur und auch Ihnen. Viel zu selten werden die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, hinterfragt. Doch genau dazu möchten wir Sie heute einladen. Denn nur, wenn wir alle verstehen, wie die Produkte auf unseren Tellern entstehen, können wir gemeinsam ein Umdenken anstoßen und Debatten um das Wohl der Tiere, die Art der Produktion oder Genmanipulation als überflüssig abstempeln. Wir auf Hohenhaus sind überzeugt, dass sowohl Produzenten als auch Verbraucher wieder lernen und verstehen müssen, dass Qualität und Achtsamkeit, die Dinge sind, auf die wir setzten müssen. Quantität und gedankenloser Konsum uns hingegen krankmachen.

Woher kommt beispielsweise die Forelle, die vor Ihnen auf dem Teller liegt? Wie wird der Ziegenkäse in Ifta hergestellt? Wo haben die Bioland-Rinder gegrast, bevor es zum Schlachter ging? Und überhaupt, wie sieht ein Schlachtbetrieb von Innen aus? Fragen über Fragen, die ich Ihnen gerne bei einer Tour zu unseren Lieferanten aus der Region beantworte. Sprechen Sie uns einfach an und wir finden einen Termin, bei dem wir gemeinsam mehr über ein gesundes Miteinander von Mensch und Natur erfahren.

Gut Hohenhaus

Über 400 Jahre bewegte Geschichte begleiten das Gutshaus Hohenhaus im Dreieck zwischen Bad Hersfeld, Kassel und Eisenach. Es umfasst etwa 1600 Hektar Forst, Wiesen und Äcker sowie etwa 3000 Hektar Jagd.

Rund um Gut & Hotel Hohenhaus leben vom Aussterben bedrohte braune Bergschafe. Selten ist ihr Anblick, und doch so vertraut. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehört die friedlich grasende Herde Brauner Bergschafe fest zum Bild des Gutes. Ein Wahrzeichen, vom Aussterben bedroht. Die Wahl, sagt Gutsverwalter Stephan Boschen, sei nicht grundlos auf diese speziellen Tiere gefallen. Robust sollten sie sein und hauptsächlich für die Pflege des weitläufigen Geländes eingesetzt werden. Noch immer ist der Bestand der Braunen Bergschafe akut bedroht. Kaum mehr als 1000 Tiere gibt es aktuell. Lassen Sie es sich schmecken, denn Ihr genussvoller Artenschutz ermöglicht uns den Ausbau der Herde und den erhalt der Rasse.

In der Pflege der weitläufigen Park- Wald- und Wiesenlandschaft, im Erhalt der kleinen Teiche, verschiedener Biotope und dem sorgfältigen Umgang mit diesen Geschenken, aber auch durch das -zuweilen- stehen und liegenlassen von Bäumen, Totholz, Äpfel & Birnen auf den Obstwiesen und angesäten Sonnenblumenäckern schaffen wir ganz bewusst Winterfutter, Rückzugsgebiete und Habitate für Wildtiere und Insekten die für uns alle wichtig sind.

Unser Forst

Jetzt könnte es kurz weh tun.

„Im Wald triffst du keine anderen Menschen, die dir voll auf den Sack gehen, und bist nicht gezwungen, Plakate zu lesen, Werbung in deinen Kopf zu lassen und anschließend bei Amazon einzukaufen. Die Natur will dir nichts verkaufen. Du sollst nur sein, im Hier und Jetzt. Glücklich.“

Zitat von Charlotte Roche/Süddeutsche Zeitung Magazin

Das ist ein rund 1600 Hektar großes hauseigenen Wald- und Wiesengebiet.

Hier fühlen sich Bienen und Wildkatzen, Schwarzstörche, Waschbären, Wildschweine, Füchse und Greifvögel ebenso zuhause wie allerlei Waldkräuter, Pilze, Obstbäume und Beerensträucher. Kein Wunder, handelt es sich doch um ein ausgewiesenes Natur-, Vogel- und Wasserschutzgebiet, von dem auch die Gäste des Hotel Schloss Hohenhaus profitieren.

Wildreich

Der Luchs kehrt in den Werra-Meißner-Kreis zurück.

Um die Luchse in Nordhessen war es in der Vergangenheit schlecht bestellt. Massiv wurde die Population durch Krankheiten wie die Fuchsräude dezimiert. „Seit einiger Zeit aber“, sagt Dr. Markus Port von der Universität Göttingen, würden auch in dieser Region wieder regelmäßig Luchse gesichtet. Diese Hinweise, so der Wissenschaftler, ließen darauf schließen, dass sich im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet eine eigenständig reproduzierende Population des Eurasischen Luchses im Aufbau befinde. Vermutlich haben die Gründer dieser Population Nordhessen vom Harz aus besiedelt, wo in den Jahren 2000 bis 2006 mehrere dieser Großkatzen ausgewildert wurden.

Ökologisch

Im Forst und auf den zum Gut gehörenden Wiesen verzichten wir auf den Einsatz von Chemie.

Erst jetzt im Herbst 2018 haben wir auf der Windgeschützten, sonnigen Lindenhof-Wiese vor dem Hotel etwa 10.000 Wild-Krokusse eingraben lassen. Dies nicht nur um Ihnen im Frühjahr ein unbeschreibliches Farbspektakel zu präsentieren zu können, sondern auch um unseren 60 Bienenvölker frühzeitig Pollen und Nektar anbieten zu können.